Unser Stellplatz Villeneuve-Loubet
Nachdem ich in einem Artikel zuvor schrieb, dass wir Glück mit dem Platz M3 hatten, muss ich doch noch ein Foto nachschieben.
Roadtrip von Villeneuve-Loubet nach Antibes
Wir sattelten an diesem Tag die Drahtesel, denn es sollte nicht eine der ‚mondänen‘ Städte sein, die wir besuchen. Stattdessen hatten wir Pablo versprochen, mal vorbeischauen. Der wiederum war vor einiger Zeit einer Einladung des Direktors des Museums im Château Grimaldi gefolgt und hatte in dem Schloss für rund 8 Wochen seine Zelte – oder genauer gesprochen – sein Atelier aufgeschlagen. Das ehemalige Schloss bot Picasso die Möglichkeit, endlich großformatige Bilder anzufertigen, ein Wunsch, der ihm wohl bis dahin verwehrt geblieben war.
Erstaunlich empfinde ich die bloße Anzahl der Werke: 23 Gemälde, 44 Zeichnungen und ganz nebenbei noch ein paar Skulpturen. Das bedeutet, er hat während dieser Zeit pro Tag mehr als ein Objekt fertiggestellt. Ohne Pause! Gleichzeitig offenbart sich, dass Pablo Picasso eine hohe Vorstellungskraft gehabt haben muss. Ob die Resultate gefallen, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Claude der Knipser
Gleichzeitig konnten wir im Château Grimaldi eine Ausstellung des Sohnes von Picasso sehen. Der hatte das Glück, von Richard Avedon eingeladen zu werden, um als dessen Assistent in New York zu arbeiten. Avedon war damals ein sehr angesehener und ist noch heute ein berühmter Fotograf.
Um ehrlich zu sein, sehe ich in Claude Picasso kein ungewöhnliches Talent. Aber okay, vielleicht bin ich etwas voreingenommen. Und zugegeben, vieles hat sich mir vermutlich auch nicht erschlossen, weil die Kommentare zu den Bildern auf Französich waren. Interessant und lohnenswert war auch diese Ausstellung allemal.
Antibes
Was gibt’s über Antibes zu sagen? Definitiv einen Abstecher wert. Eines der typischen ‚Touristen-Nester‘ an der Côte d’Azur – im positiven Sinne. Hübsche Gassen, kleine Geschäfte und Cafés laden zum entschleunigten Spaziergang ein. Im Hafen liegen auch hier einige Super-Yachten der Armen und die Küstenpromenade ist sauber, gepflegt und schön. Richtig cool fand ich die Bronzestatue Le Défi von Nicolas Lavarenne, die gewissermaßen den Schritt hinaus auf das Meer wagt (meine Interpretation).
Der Markt war bereits beendet, als wir eintrafen. Schade. Aber es wird sicher noch weitere Gelegenheiten geben. Zur Stärkung tranken wir in einem netten Café einen Cappuccino. Beziehungsweise wir tranken ihn draußen, weil zur Mittagszeit alle Tische drinnen benötigt wurden. Das ist okay, dann müssen die Leute ihren Umsatz machen. Später, nach dem Museumsbesuch suchten wir dasselbe Café erneut auf, weil es dort eine gute Auswahl an Crêpes gab.
















