Ludovic Cruchot lässt grüßen
Sagt Euch nix? Ich hatte auch ganz vergessen, wie der ‚Gendarm von St. Tropez‘ hieß. Für mich war es ganz einfach nur Louis de Funès.
Heute morgen bei blauem Himmel und mäßigem Wind ging es zunächst nach Sainte Maxime, wo wir das Wohnmobil in einem sicheren Hafen parkten, dann runter in das nette Städtchen und von dort mit einem der ‚Grünen Boote‘ (die längst nicht alle elektrisch unterwegs sind) rüber nach Saint Tropez.
Lebendiger Hafen
Selbstverständlich treiben sich hier der Jetset, milliardenschwere Bootsbesitzer und viele Touristen herum. Aber ich – nein wir – fanden den Ort äußerst schön. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass die Hauptsaison längst vorbei ist, trug ihren Teil dazu bei, dass wir entschleunigt durch die Gassen schlendern konnten. Ein kleiner Laden mit Souvenirs und Tischchen draußen direkt an der Fassade lud zu einem Café abseits des (gemäßigten) Trubels ein.
Zu Gabis Enttäuschung hatte das Musée de l’Annonciade wegen Umbauarbeiten geschlossen. Unter anderem stellt es Werke von Matisse, Signac und Bonnard aus. Aber okay, nachdem wir vom Vieux Port und den dort ankernden Super-Yachten genug hatten, folgten wir einer der Reiseempfehlungen von Jet Djipitie und wandelten den Küstenpfad entlang zu dem malerischen Friedhof direkt am Meer. Erlebenswert!
Über den Dächern von Saint Tropez
Vom Friedhof ging’s dann hinauf zur Zitadelle. Darin befindet sich das Musée d’Histoire maritime in dem Vieles über die Entwicklung der Schiffahrt mit regionalem Bezug zu sehen gibt. Aber ganz ehrlich: die Aussicht hat mich mehr überzeugt, als das Museum. Ein Wahnsinnsblick über das Meer hinüber zur anderen Küste.
Während unseres Museumsbesuchs sprangen wieder mal auf unseren Smartphones und denen vieler anderer Besucher die Warn-Apps an. Wegen starken Regens und Sturms, was sonst? Wir hatten sowieso genug gesehen von Saint Tropez und wollten nicht riskieren, dass die Boote wegen zu hohen Seegangs nicht auslaufen können. Schließlich mussten wir ja zurück nach Sainte Maxime. Unsere Sorge war sicher unberechtigt aber die Rückfahrt war spürbar unruhiger, als die Hinfahrt. Das Boot schaukelte ordentlich und die Gicht spritzte immer wieder quer über uns Passagiere hinweg.
Auf dem Weg zurück nach Saint Aygulf entlang der Küstenstraße genossen wir erneut die Panorama-Ausblicke im Licht der untergehenden Sonne.
Jetzt am Abend, während ich den Reisebericht des Tages verfasse, tobt erneut der Herbststurm der Côte d’Azur um unser Wohnmobil. Ich mag es.











