Herbstferien an der Côte d’Azur, Tag 3 und 4 – Saint-Aygulf

Anton das Sturmtief

Auf dem Weg weiter in den Süden regnete es beinahe unaufhörlich. Zwischen 15:00h und 15:30h trafen wir am Camping Saint-Aygulf ein. Der Regen hatte aufgehört aber es war windig und in den Bergen zog sich der Himmel sichtbar zu. Wir nutzten die Zeit bis es auch hier ordentlich regnen würde und spazierten ein kurzes Stück an der Küste entlang. Das Meer war unruhig und uns wurde klar, dass der morgige Ausflug nach Saint Tropez ausfallen würde.

Gegen Abend entwickelte sich aus dem starken Wind ein leichter Sturm und der erwartete Regen setzte ein.


Alarm

Morgens wurden wir unsanft durch den behördlichen Alarm per Smartphone geweckt. Anton rückte näher. Es hatte die gesamte Nacht durchgehend geregnet, hin und wieder war unser Wohnmobil trotz ausgefahrener Heckstützen sanft hin und her geschaukelt worden.

Um 9:00h schüttete es ordentlich aber mir blieb keine Wahl; Gabi hatte sich Croissant gewünscht und wir brauchten ein Baguette für das Abendessen. Naja, ehrlich gesagt, wollte ich auch ein Croissant 🤭

Immerhin war es nicht mehr so stürmisch und ich konnte den Regenschirm benutzen. Also raus in die Natur. Ich schaffte es immerhin über mehr als 50m trockenen Fußes. Am ersten Rinnsaal zog ich die Schuhe aus, beim nächsten ließ ich sie an, weil es keinen Unterschied mehr machte. Teilweise watete ich durch knöcheltiefes Wasser, das sich seinen Weg bahnte. An der Rezeption fragte ich nach dem Weg zum Bäckerei-Laden; schade, ich war direkt auf halbem Wege daran vorbeigelaufen. Aber egal, ich wäre nicht weniger nass geworden.

Gegen Nachmittag beruhigte sich das Wetter und wir spazierten in Richtung Saint-Aygulf. Das Ortszentrum erreichten wir nicht, das hätte gut und gern 30 Minuten Fußweg bedeutet. Der Teil, den wir sahen, deutete darauf hin, dass die Stadt zwar auf Tourismus ausgelegt ist allerdings nicht laut und bunt. Den Rückweg nutzten wir, um wieder direkt am Küstenstreifen entlang zu laufen. Auch bei schlechtem Wetter kann es am Meer schön sein (wobei es bislang noch nicht wieder angefangen hatte, zu regnen).

Abendprogramm

Der Abend verlief wie der Vorabend; zunehmender Wind, einsetzender Regen, der sich verstärkt, das Wohnmobil schaukelte definitiv stärker, als am Abend und in der Nach zuvor.

Gut, dass ich die Satelliten-Schüssel vor einiger Zeit gegen einen Router getauscht habe. Bei dem Wind würde ich mich nicht trauen, sie auszufahren und außerdem bezweifle ich, dass wir eine Chance gehabt hätten, ein Signal zu empfangen.

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